Aufbereitungsanlagen

Mechanisch-Biologische Restabfallbehandlung

Die wesentliche Motivation zur Restabfallbehandlung mittels biologischer Verfahren begründet sich in der „EU-landfill directive“. Ziel ist eine Reduzierung der abzulagernden Restabfallmengen, insbesondere der biologisch abbaubaren Anteile. Die hieraus resultierenden Vorgaben effizient in den Anlagenbau zu übertragen bedeutet den Restabfall erst einmal mehrstufig mechanisch aufzubereiten. Mit der richtigen Mechanik als Kombination aus Zerkleinerungs- und Fördertechnik sowie Trenn- und Mischtechnik wird die Feinfraktion, also überwiegend organisches Material, für die nachgeschaltete biologische Behandlung abgetrennt.

Die Biologie lässt sich dann in rein aerober Form (Kompostierung) oder anaerober Form (Vergärung) oder auch als Kombination beider Verfahren realisieren.

Die Verfahren zur aeroben Behandlung sind zweistufig angelegt. Als erste Stufe wird die Intensivrotte in Tunneln realisiert. Die Kompostierung in den Tunneln wird durch eine individuelle Prozesssteuerung, gekennzeichnet durch eine Zwangsbelüftung mit Umluftführung, überwacht. Das Resultat ist ein optimaler Rotteprozess mit einem ausreichenden Wassergehalt des Rottegutes und einer intensiven Versorgung mit Sauerstoff bei konstanter Mietentemperatur. Erst die geschlossene Bauweise bietet die Möglichkeit der gezielten technischen Belüftung und der notwendigen zentralen Ablufterfassung mit einer nachgeschalteten Abluftbehandlung.

Die zweite Stufe der aeroben Abfallbehandlung wird überwiegend als Nachrotte-System realisiert. Am Ende des Behandlungsprozesses steht die Feinaufbereitung des Rottematerials mit Verladesystemen zum Transport der getrennten Fraktionen.

Eine Restabfallbehandlung in anaerober Form kann als Nass- oder Trockenverfahren umgesetzt werden. Üblicherweise muss hier der Vergärungstechnik als kombiniertes Verfahren die aerobe Behandlung ein- oder zweistufig nachgeschaltet werden.

AMB legt den Schwerpunkt auf ein Konzept der biologischen Behandlung mittels Nassvergärung und nachfolgender Nassoxidation. Hierbei sind sowohl die Ziele des gewählten Verfahrenskonzeptes als auch deren optimale Umsetzung in den Anlagenbau projektspezifisch. Zentraler Punkt derartiger Verfahren ist jedoch immer die Produktion von Biogas.

 

EBS-Produktion

Immer wenn AMB Sortieranlagen aus heterogenen Abfallgemischen wertstoffhaltige Fraktionen produzieren oder AMB Restabfallaufbereitungsanlagen die Feinfraktion zur biologischen Behandlung abtrennen, entstehen Restfraktionen. Interessant ist bei diesen der heizwertreiche Anteil, da sich hieraus Ersatzbrennstoffe herstellen lassen. Bei Auswahl der richtigen Aufbereitungstechnik trennen Mehrfraktionen Separatoren aus der Restfraktion zunächst die unerwünschten Störstoffe ab.

Eisen und Aluminium werden als Wertstoffe separiert. PVC haltige Materialien können von optischen Systemen erkannt und ausgeschleust werden. Nur aus den gewünschten heizwertreichen Materialien produzieren Einwellen-Zerkleinerungsmaschinen Ersatzbrennstoffe, die sich in der passenden Korngröße vermarkten lassen.

 

Schlacke-Aufbereitung

Auch nach der Müllverbrennung sind nicht alle Wertstoffe in den verbrannten Restabfällen verloren. Gerade hier lässt sich mit AMB rausholen, was drin ist. Aufbereitungstechnik mit hohem Automatisierungsgrad wird durch eine Verfahrenskombination aus Förder- und Separationstechnik realisiert.

So lässt sich aus der Müllverbrennungsschlacke bei hohen Durchsätzen eine gleichbleibend gute Qualität der verschiedenen Outputfraktionen erzielen.

Entscheidendes Ziel ist ein hoher Ausbringungsgrad von Wertstoffen und Bauzuschlagsstoffen. Während die Metallfraktionen über die entsprechenden Verwertungswege vermarktet werden können, lassen sich die Schlackefraktionen in den gewünschten Körnungen als Deponiebaustoffe verwenden.